Dicke-Osmers-Stiftung

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! 

STIFTUNGSMODELL

Stiftungen gestalten mit privatem Vermögen gesellschaftliche Veränderungen „für die Ewigkeit“, d.h. die langfristige Zweckbindung der Stiftung Villa ganZ erfolgt unabhängig von aktuellen wohnungspolitischen Trends; der Grundsatz der Gemeinwohlorientierung im Wohnungsmarkt ist auf ewig festgeschrieben. Welchen Kriterien eine gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik erfüllen muss beschreibt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: 

„1. Der Wohnraum wird nachhaltig dem spekulativen Wohnungsmarkt entzogen. Die Akteure bilden ein Marktkorrektiv. Renditen von bis zu 4 % liegen dabei im üblichen Rahmen. 

2. Die Bewohner sind (überwiegend) nicht Einzeleigentümer. 

3. Die Bewohner/innen, d.h. die Zielgruppe der zu beforschenden Akteure, gehören (zumindest teilweise) zu einer Personengruppe, die auf dem regulären Wohnungsmarkt aufgrund von wirtschaftlicher, gesundheitlicher oder sonstiger Beeinträchtigungen Zugangsschwierigkeiten hat. 

4. Das Wohnen ist in ein (experimentelles) Gesamtkonzept mit sozialem oder kulturellem Anspruch eingebettet, das auf einem renditeorientierten Wohnungsmarkt nicht bestehen könnte und einen Beitrag zur Weiterentwicklung von (inklusiven) Wohnformen leistet.“ 

(Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik, Bonn 2019, S. 15)

In Deutschland existieren zurzeit etwa 22.000 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts. 2018 stellen lediglich 212 Stiftungen Wohnraum bereit oder bewirtschaften eine Immobilie zu Wohnzwecken, das entspricht weniger als 1 % (ebd. S. 21): In Anbetracht der gegenwärtigen Bedarfsdringlichkeit eine erstaunlich geringe Bedarfsdeckungschance. Unsere Stiftung Villa ganZ betrachtet die neue soziale Frage als Herausforderung.

“Das Ziel der Nachhaltigkeit beim Bauen ist dann erfüllt, wenn Gebäude über ihre gesamte Lebensdauer für möglichst viele Menschen von Nutzen sind, ihren sozialen Zusammenhalt fördern, sie kulturell bereichern und die sich daraus ergebenden Belastungen für die Umwelt die Lebensgrundlage künftiger Generationen nicht schmälern." (IWU Institut für Wohnen und Umwelt, Dr. R. Greiff, soziale Indikatoren des nachhaltigen Bauens, Darmstadt 2012, S. 12)